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Schutz der seltenen Wiesentypen

 

 

Blumenreiche Wiesen sind bedroht

  • die Nutzung der Wiesen wird intensiviert (mehr Dünger, mehr Schnitte), der reichtum an Blumen schwindet immer mehr.
  • immer mehr Wiesenflächen werden überbaut
  • steile Hanglagen und abgelegene Flächen werden nicht mehr genutzt und werden zu Wald
  • Wiesen (meist an Hanglagen) werden immer mehr zu intensiven Weiden umgenutzt
  • wertvolle Magerwiesen in Südhanglagen im Jura werden zu Reben umgewandelt
Deshalb muss der Wiesenkanton Aargau seine Wiesen schützen.

Wie wird eine wertvolle Wiese geschützt?
Mit den Bewirtschaftern wird ein Einzelvertrag abgeschlossen. Dieser regelt die Nutzung der Wiese (Anzahl und Zeitpunkt des Schnittes, allenfalls Düngung oder Beweidung). Das Beitragssystem des Kantons Aargau baut auf den Bundesbeiträgen gemäss Direktzahlungsverordnung auf. Die Beitragsberechtigung hängt in erster Linie von der floristischen Zusammensetzung des Pflanzenbestandes ab. Ein Vertrag dauert 6 Jahre.

  Vertragswiesen Aargau 2006 21.15 km2  
Zum Vergleich:
Auenschutzpark Aargau
14 km2 (1% der Kantonsfläche)
  Kantonsfläche 1404 km2  
  Landwirtschaftsgebiet 635.61 km2  
  Siedlungsgebiet 216.69 km2  
  Waldfläche 517.87 km2  

Wiesentyp
Fläche in km2
in % der Kantonsfläche
Pfeifengraswiesen (Streuwiesen)
1.63
0.11
Trespen-Halbtrockenrasen (Magerwiesen)
4.17
0.29
Fromentalwiesen
5.39
0.38
Knaulgraswiesen (Rückführungswiesen)
3.73
0.26
Extensive Weiden
2.96
0.21
Neu angesäte Fromentalwiesen
3.27
0.23
Total
21.15
1.5

Vertragswiesen
Vergleich mit gesammtkanton