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Wiesen sind vom Menschen geschaffen

 

 
(aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)
Bei der Wiese handelt es sich um landwirtschaftliches Grünland, das im Gegensatz zur Weide nicht durch das Grasen von Tieren, sondern durch Mähen genutzt und erhalten wird. Bei der regelmäs-sigen Mahd (Mähen) wird die Verbuschung und anschliessende Waldentstehung verhindert. Wie-sen sind wie die Weiden ein Lebensraum, der seit einigen Jahrtausenden durch den Menschen ge-schaffen und erhalten wird. Man spricht daher von einer Halbkulturformation.
Durch den Selektionsdruck der Mahd werden Pflanzen begünstigt, die mit dem häufigen Schnitt und der hohen Lichteinstrahlung gut zurecht kommen, unter anderem viele Gräser. Aufgrund der regelmäßigen Mahd werden mehrjährige Pflanzen (Stauden) gegenüber einjährigen Pflanzen bevorzugt. Sie überdauern die Winter und vermehren sich vegetativ. Bestimmte Pflanzen, wie zum Beispiel die Disteln, fehlen den Wiesen gegenüber den Weiden, wo sie vom Vieh gemieden werden und nicht vom Schnitt beeinträchtigt werden.
Wiese nach dem Schnitt  
Typisch für die Wiesen sind Gräser.
Ihr Anteil an der gesamten Pflanzen-menge beträgt 70 %.
Sie dominieren in den einzelnen Wiesentypen oft so stark, dass diese nach ihnen benannt sind (Aufrechte Trespe, Fromental, Knaulgras, Raygras, Pfeifengras, Fuchsschwanz). Gräser können nach einem Schnitt sehr rasch wieder an ihren Knoten austreiben und sind so optimal an das Schnittregime angepasst.

Krautpflanzen machen den Rest aus. Unter ihnen ertragen Pflanzen mit grundständigen Blattrosetten (Wiesensalbei, Gänseblümchen, Spitz- und Mittlerer Wegerich) einen Schnitt sehr gut. Für die Landwirtschaft sind die Schmetterlingsblütler (Leguminosen) begehrt (Klee, Luzerne, Wicken, Platterbsen). Sie reichern durch Knöllchenbakterien den Boden mit Stickstoff an.

In einer Wiese dominieren ausdauernde, mehrjährige Pflanzen. Einjährige Pflanzen wie Kornblume oder Mohn sind hier nicht konkurrenzfähig. Sie benötigen Licht und kahlen Boden zum Keimen und sind deshalb Ackerbegleitpflanzen.

Düngung bewirkt starkes Pflanzenwachstum. Schnellwüchsige Arten werden gefördert und unterdrücken die Langsamwüchsigen. Vor allem der Grasanteil nimmt zu. Bis auf wenige Stickstoff liebende Arten wie Löwenzahn und Kriechender Hahnenfuss verschwinden die Wiesenkräuter.