Schritt 4:
Achtung: Stolpersteine!
Was uns auf dem Weg in die Zukunft behindert Das Konzept der Nachhaltigkeit ist einfach und
einleuchtend. Alle sprechen davon, alle wollen sie. Dennoch verhält
sich die Menschheit nicht nachhaltig. Auf dem Weg zu einer nachhaltigen
Entwicklung gibt es einige Stolpersteine zu berücksichtigen.
Der "Spezialisten"-Stolperstein
Unsere Gesellschaft ist in unzählige Fachbereiche aufgeteilt.
Wir sind angewiesen auf Spezialisten und Experten. Jedes Anliegen
hat seine Lobby. Für Überlegungen über das eigene
Fachgebiet hinaus bleibt wenig Zeit. Nachhaltigkeit ist aber ein interessenübergreifendes
Konzept, will sie doch den Ausgleich von wirtschaftlichen, sozialen
und ökologischen Anliegen.
Der Stolperstein "Kurzfristiges Denken"
Langfristige Überlegungen sind schwierig und für Entscheidungsträger
wenig attraktiv. Kurzfristiger Profit und unmittelbarer Erfolg sind
gefragt - in der Wirtschaft, aber auch bei Politikern, die nach vier
Jahren wiedergewählt werden wollen. Nachhaltige Entwicklung jedoch
zeigt erst langfristig Früchte.
Der "Alles viel zu kompliziert"-Stolperstein
Die Welt ist kompliziert. Obwohl wir unzählige Details erforschen,
bleibt vieles unerklärlich, unvorhersehbar und widersprüchlich.
Wir müssen lernen, Entscheide zu fällen, ohne letzte wissenschaftliche
Sicherheit, indem wir Risiken vorsorglich abwägen.
Bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele muss deshalb nicht nur
beachtet werden, was zu tun ist, sondern auch wie wir die Veränderungen
anpacken. Wir brauchen Planungs- und Diskussionsinstrumente, Strukturen
und Anreize, die interessenübergreifende und langfristige Anliegen
stärken.