Podium
Streitpunkt Katze: Chip-Pflicht und Verantwortung

Katzen sind in der Schweiz weit verbreitet – noch vor den Hunden sind sie das beliebteste Haustier. Laut der Tierstatistik identitas waren im Oktober 2025 im Aargau 73‘644 Katzen registriert, schätzungsweise leben aber gemäss dem Regierungsrat über 140‘000 Tiere im Kanton. Viele der sogenannten «Stubentiger» sind Freigänger und haben als flinke Raubtiere einen erheblichen Einfluss auf die Biodiversität. Laut des Aargauischen Tierschutzvereins steigt auch die Zahl der Streuner stetig: Verwilderte, unkastrierte Katzen ohne Zuhause und regelmässige Fütterung bedrohen die Artenvielfalt zusätzlich stark.
Trotz dieser bekannten Probleme wird bislang wenig unternommen, um die Zahl der Katzen zu kontrollieren. Im Gegensatz zu Hunden müssen Katzen nicht gechippt werden, die Einführung einer Katzensteuer war bisher erfolglos und auch eine Kastration ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Tierheime sind überfüllt mit abgegebenen Katzen, während die Population weiterwächst. Tierschutz und -heime haben sich mehrfach für eine Regulation ausgesprochen.
Im Kanton Aargau wurde schliesslich 2024 vom Grossen Rat die Katzen-Chip-Pflicht angenommen. Auf nationaler Ebene gibt es allerdings immer noch Gegenwind. Das Chippen ist ein erster Schritt in den bisher unregulierten Katzenbesitz. Aber wieso fällt es uns so schwer, Katzen gleich wie Hunde zu behandeln und den Umgang zu reglementieren? Welche Ansätze könnten leichter verfolgt werden und sowohl die Zahl der Katzen als auch den Biodiversitätsverlust zu reduzieren?
Auf dem Podium diskutieren Fachpersonen über die Umsetzung der Chip-Pflicht und möglicher weiterer Massnahmen sowie unseren Umgang mit Hauskatzen.
Die Sonderausstellung «Die Katze. Unser wildes Haustier» ist ab 17:00 Uhr bis zum Start der Veranstaltung exklusiv für Sie geöffnet.
Diese Veranstaltung findet im Auftrag der Abteilung Landschaft und Gewässer des Kantons Aargau statt, welche auch die Veranstaltungskosten trägt.
Mittwoch, 11. November 2026 | 18:30 20:00
Naturama
Gemeinderats- oder Kommissionsmitglieder, Mitglieder von Natur- und Vogelschutzvereinen, Mitarbeitende in Ökobüros mit Schwerpunkt Natur im Siedlungsraum, Landwirt:innen, Jäger:innen, Tierärzt:innen, Katzenbesitzende sowie interessierte Privatpersonen
Kostenlos
Der Anmeldeschluss für diesen Event ist am 4. November 2026.
